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Workshop 7 - Try Me! Performance
Isst du gerne Fischbrötchen?
Mit Schätzfragen, Kennlernspielen und immer mal wieder der deutschen Nationalhymne im Ohr startete Workshop 7, geleitet von Marie Petzold. Seit über elf Jahren arbeitet sie als Theaterpädagogin am Schauspielhaus Hamburg und brachte zum heutigen Workshop vielfältige performative Übungen mit. So lernte sich die Gruppe kennen mit Übungen zu Stimme und Bewegung im Raum. Doch am meisten freuten sich die Teilnehmenden darauf, herauszufinden, wie sie am besten mit dem Publikum in Interaktion treten können. 19 Schülerinnen und Schüler traten mit den Wünschen nach Vielfalt, respektvoller und freundlicher Umgang und Raucherpausen in den Workshop ein.
Der erste Teil des Workshops stand im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens. Mit Stimmübungen und Bewegung im Raum wurde die Gruppe langsam vertraut. Dann kamen die Karten ins Spiel: „Challenge“, „Perspektivwechsel“ oder doch lieber „In Verbindung treten“? Die Lernenden hatten die Wahl und konnten sich jederzeit neue Karten nehmen. Die Aufgaben reichten von Komplimente verteilen über die Welt aus einer anderen Perspektive sehen, bis hin dazu jemand anderem die Haare zu frisieren. Jede Karte bot eine Gelegenheit, sich selbst auszuprobieren und mit einzelnen Schüler:innen in Kontakt zu treten.
Nach der Pause stellte sich dann die große Frage: Was ist Performance eigentlich? Muss sie festen Regeln folgen? Braucht sie auswendig gelernte Texte oder eine vorgegebene Choreographie? Die Antwort war schnell gefunden: Nein! Performance ist frei, verspielt, unkonventionell. Sie kann aus strukturierten Abläufen bestehen oder einfach aus Bumbalo, bumbalo, bumbalo, bambo, zitti kitillabi, zack hitti zopp. Mit dadaistischen Gedichten wagten sich die Teilnehmenden ins Unbekannte, improvisierten und entwickelten eigene kleine Performances. Strenge Choreographien? Fehlanzeige. Stattdessen standen Kreativität und das gemeinsame Erschaffen neuer Ideen im Mittelpunkt.
Nachdem die Performances in Kleingruppen präsentiert wurden, stellte sich eine neue Frage: Wie kann das Publikum eigentlich angesprochen werden? Die Antworten darauf waren so vielfältig wie die Gruppe selbst: Aktionskarten über direkte Publikumsansprachen, bis hin zu Überraschungsmomente wurden ausführlich diskutiert und durchgeprobt. In der Aufführung konnte das Geprobte dann endlich auf die Bühne gebracht werden: Es gab Ansprachen, Handlungsaufforderungen, Komplimente, einen Luftkuss an die Nachbarin oder den Nachbarn und als krönenden Abschluss die Botschaft: Du bist so gut, wie du bist! <3
Geschrieben am 13.03.2025 von Cara Griese