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Workshop 8: Sich selbst auf der Bühne vertrauen
Der Workshop 8 "Sich selbst auf der Bühne vertrauen" unter der Leitung von Dennis Svennson:
Die Schultheaterwoche Flensburg ist ein Ort voller kreativer Energie, neuer Erfahrungen und vor allem: Bühnenmomente! Doch wie kann man sich selbst auf der Bühne wirklich vertrauen? Diese Frage haben wir uns in unserem Workshop gestellt und mit verschiedenen Übungen gemeinsam erkundet.
Ankommen und Aufwärmen: Wir starteten mit einer Vorstellungsrunde, bei der sich alle Teilnehmer*innen mit ihrem Namen, ihrem Lieblingstier und einer besonders schönen Erinnerung vom Vortag vorstellten. Diese lockere Runde half uns, einander kennenzulernen und anzukommen. Anschließend folgten dynamische Yoga-Übungen, um den gesamten Körper zu aktivieren. Durch diese bewusste Bewegung konnten wir unsere Anspannung abbauen und den Fokus auf unseren eigenen Körper lenken.
Tanz als Ausdrucksform: Ein weiteres Element des Workshops war der Tanz. Zunächst bewegten wir uns frei durch den Raum, um unser Körpergefühl zu stärken. Danach stellten wir uns in einer Reihe auf und tanzten nacheinander durch den Raum – zuerst alleine, dann in Zweier- oder Dreiergruppen. Diese Übung forderte uns heraus, aus uns herauszugehen und mit anderen in Verbindung zu treten.
Improvisation und Spiel: Nach dem Tanz folgte das „Freeze-Impro-Theater“. Zwei Spieler*innen stehen auf der Bühne und improvisieren ausgehend von einem Impuls eine Szene. Auf das Kommando "Freeze" frieren beide in ihrer aktuellen Pose ein. Ein*e neue*r Spieler*in betritt die Bühne, übernimmt exakt die Haltung der eingefrorenen Akteur*innen und die Szene wird mit einer völlig neuen Handlung und Thematik fortgesetzt. Diese Übung fördert Spontaneität, Kreativität und schnelles Umdenken. Diese spielerische Technik half uns, spontan zu agieren und unsere Komfortzone zu verlassen.
Anschließend arbeiteten wir mit Texten: Gemeinsam lasen wir verschiedene Texte, teilten uns in Gruppen auf und entwickelten eigene Ideen und Szenen bzw. Hintergründe zu den Figuren aus den Texten.
Eine Warm-Up-Übung lockerte die Atmosphäre vor den Kurz Präsentationen auf: Jeder von uns bekam einen Tennisball. Jeder warf diesen Ball von der einen zur anderen Hand, während wir gemeinsam mit Dennis ein Gedicht nachsprachen.
Von der Idee zur Bühnenpräsentation: Nun war es an der Zeit unsere Ideen auf die Bühne zu bringen. Zuerst präsentierten die Gruppen ihre Szenen. Unter Anleitung von Dennis wurden danach gezielt Veränderungen eingebracht, um die Darstellung weiterzuentwickeln. Wichtig: Weniger ist oft mehr. Es braucht nicht immer besonders viel drum herum. Du und deine Stimme, dein ICH reicht.
Im Anschluss daran tauchten wir in eine "Nicht-Lachen-Übung" ein, die uns lehrte, trotz ungewohnter Situationen die Fassung zu bewahren. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt und gegenüber voneinander in einer Reihe aufgestellt, sodass jede*r jemanden vor sich hatte. Die eine Gruppe startete und jeder versuchte den Gegenüber zum lachen zu bringen. Die andere Gruppe versuchte nicht zu lachen. Später wurde gewechselt.
Zum Abschluss gab es ein letztes „Freeze-Impro-Theater“.
Fazit: Durch Bewegung, Improvisation und gemeinsames Arbeiten konnten wir lernen, uns selbst zu vertrauen und offen für neue bühnenkünstlerische Herausforderungen zu sein. Ein herzliches Dankeschön an Dennis Svennson für deine Anleitung und Inspiration. Durch deine Energie hast du uns spielerisch herausgefordert und neue Perspektiven eröffnet. Deine Begeisterung für das Theater war ansteckend – es hat großen Spaß gemacht!
Geschrieben am 13.03.2025 von Annika Schulz